Die Solarholzbauer bauen für Olympiasiegerin Tanja Frieden

Die Olympiasiegerin Tanja Frieden kennen viele als unbeschwerten Siegertyp. Doch die ehemalige Profi-Snowboarderin hat auch eine nachdenkliche Seite. Sie sorgt sich um das ökologische Gleichgewicht, das zunehmend aus den Fugen gerät. Als sich abzeichnete, dass ihr Elternhaus in Gwatt renoviert werden muss, war für sie eines deshalb von vorneweg klar: Die Renovation soll nachhaltig sein und die Energiebilanz verbessern.

In einem ersten Schritt wurde das schön gelegene Einfamilienhaus mit einer tollen Aussicht auf den Thunersee schonend in zwei grosszügige Wohnungen umgebaut. Quasi als Abschluss des Gesamtprojektes haben die Solarholzbauer das komplexe Dach und ein Teil des Obergeschosses neu ausgebaut. Beides wurde den heutigen Erfordernissen in Sachen Dämmung und Komfort angepasst. Dazu wünschte sich die Bauherrschaft eine Solaranlage, um das Statement einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Lebens- und Wohnweise zu unterstützen.

Referenz der Bauherrschaft über die Zusammenarbeit mit den Solarholzbauern

Tanja Frieden setzt auf Nachhaltigkeit aus dem Oberland

Die ehemalige Spitzensportlerin Tanja Frieden baut um. Zusammen mit ihrem Lebenspartner setzt sie hierbei auf regionale Unternehmen. Federführend beim Dach sind die Solarholzbauer aus Frutigen. Das Ziel des Projektes: mehr Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit und Naturverbundenheit sind für Tanja Frieden elementar – mehr als das. Für die Olympiasiegerin im Snowboard-Cross und Schweizer Sportlerin des Jahres 2006 ist ein bewusster Umgang mit der Natur und der Bezug zur Umwelt ein wichtiger Teil ihres Berufs- und Privatlebens. Als Referentin spricht sie gerne über den sinnvollen Einsatz von Ressourcen und unterstützt ein Projekt, welches das Treibhausgas CO2 aus der Luft filtert. Seit ihrer Zeit als aktive Sportlerin, in der sie viel Zeit in der Natur verbracht und in unzähligen Ländern der Welt Veränderungen erlebt hat, ist ihr ein bewusster Umgang mit den Ressourcen ein bedeutsames Thema. Auch ihr Partner, der Bieler Ex-Profi-Kitesurfer Marc Ramseier lebt aktiv mit der Natur. Aktuell sind die Eltern von Sohn Luam daran, auch ihr Zuhause an ihre Lebensweise und Einstellung anzupassen.

Elternhaus wird umgebaut

Die junge Familie lebt im Elternhaus von Tanja Frieden im Ortsteil Gwatt in Thun. So wurde im letzten Jahr das schön gelegene Einfamilienhaus mit einer tollen Aussicht auf den Thunersee sehr schonend in zwei grosszügige Wohnungen umgebaut. Quasi als Abschluss des Gesamtprojektes werden aktuell das komplexe Dach und ein Teil des Obergeschosses neu ausgebaut. Beides wird den heutigen Erfordernissen in Sachen Dämmung und Komfort angepasst. Dazu wünscht sich die Bauherrschaft auch eine Solaranlage, um das Statement einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Lebens- und Wohnweise zu unterstützen.

Regionale Unternehmen realisieren Umbau

Tanja Frieden und Marc Ramseier werden beim Umbau vom Team von Allenbach Holzbau und Solartechnik als Fachspezialisten rund um die Themen Holzbau, Dämmungen und Solar unterstützt. Die Dachsanierung und Photovoltaikanlage werden von Allenbach realisiert. Das Dach stellt hierbei eine besondere Herausforderung dar. Es muss fachgerecht demontiert und entsorgt werden, da es asbesthaltiges Eternit enthält. Unternehmer und Solarholzbauer Marc Allenbach sagt: «In diesem Projekt kommt unsere grosse Stärke voll zur Geltung: Wir verbinden Holzbau und Solartechnik mit dem Ziel von mehr Nachhaltigkeit.» Im Rahmen des Umbaus werden ebenfalls eine Dacherhöhung inklusive eines neuen Glasoblichts und eine zusätzliche Dämmung verwirklicht. Die verwendeten Materialien sind hierbei alle möglichst naturbelassen. Auf dem Dach wird eine vollflächig integrierte Photovoltaikanlage des einheimischen Unternehmens 3S-plus eingebaut. Die Umsetzung der Haussteuerung zur Optimierung des Eigenverbrauchs geschieht in Zusammenarbeit mit der Firma Smart Energy Link von GLP-Nationalrat Jürg Grossen. Tanja Frieden sagt: «Beim nächsten grossen Schritt, dem Dach habe ich das erste Mal das Gefühl, dass ich entspannen kann. Ich vertraue dem Team voll und ganz.»

Für morgen auf die Natur gebaut (PDF, 1 MB)

Spitzenmässig nachhaltig umbauen

Die Renovation des eigenen Wohnhauses stellt eine besondere Herausforderung dar. Das erfuhren auch Tanja Frieden und ihre Familie, als sie sich im Frühjahr 2017 entschieden, ihr Elternhaus umzubauen. Die grösste Herausforderung dabei war es, den Charakter des architektonisch wertvollen Elternhauses – mit all seinen Kindheitserinnerungen – zu erhalten. Lesen Sie im Interview mit Tanja Frieden, wie sie die Zeit vor, während und nach dem Umbau ihres Elternhauses erlebt hat.

An einem sonnigen Vormittag besuchen wir Tanja Frieden und ihren Partner Marc Ramseier in ihrem neuen, alten Domizil. Tanja kehrt gerade von der Kita zurück, die ihr Söhnchen Luam einmal die Woche besucht. Bei einer ersten Führung durch das Haus fallen, neben dem atemberaubenden Blick über den Thunersee, vor allem die grosszügig geschnittenen, hellen Räume auf. Sie vermitteln ein Gefühl von gemütlicher Freiheit. «Das war nicht immer so…», schmunzelt Tanja und erzählt uns bei einem Kaffee in der schönen, offenen Küche von ihren letzten zwei Jahren.

Wann sind Sie ins Projekt gestartet?

Der Beginn in die neue Ära wurde im März 2017 gesetzt, als Marc mit grossem Poltern das untere Büro entrümpelte, um uns dort während der Bauzeit einen Unterschlupf zu bieten. Wie sich die Erhaltung des Charakters des 1978 von meinem Vater konzipiert und gebauten Hauses mit meinem Wunsch nach Energieeffizienz und Nachhaltigkeit kombinieren liesse, war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu 100% klar.

Wie ging es dann weiter?

Nachdem sich die erste Bauetappe fast ein ganzes Jahr hingezogen hatte, starteten im Juli 2018 die Umbauarbeiten am Dach. Wegen der Sorge um das ökologische Gleichgewicht fiel meine Wahl auf ein Solardach mit integrierter Anlage und guter Wärmedämmung. Um auch dem Wohnkomfort zu erhöhen, sollte das Dach teilweise angehoben und die nutzbare Fläche erhöht werden. Zwei neue Aufbauten mit Fenstern sollten für mehr Tageslicht sorgen.

Das klingt ambitioniert. Lief immer alles reibungslos?

Bezüglich der Kosten, die durch die umfangreichen Restaurationen entstehen würden, machten wir uns schon einige Sorgen. Zum Glück stellten sich diese aber, dank der Wahl der richtigen Partner, als unbegründet heraus.

Wer waren diese Partner?

Neben dem Architekten Adrian Christen und der 3S Solar Plus AG haben wir die Firma Allenbach Holzbau und Solartechnik, mit Sitz in Frutigen, ausgewählt. Das verschachtelte Dach unseres Hauses war selbst für die Spezialisten eine Herausforderung. Aber keine unlösbare. Laut Allenbach stellt unsere dachintegrierte Photovoltaikanlage nun ein Referenzobjekt für andere Bauherren in der Region dar und beweist: Selbst unter schwierigen Voraussetzungen sind energieeffiziente Lösungen möglich.

Welche Komplikationen gab es während der Bauzeit?

Das Wetter spielte zum Glück mit. Wir hatten einen sehr trockenen Herbst, was durchaus ein angenehmer Umstand ist, wenn man kein Dach über dem Kopf hat. Des Weiteren konnten einige Details erst während der Ausführung geklärt werden, was einer sehr flexiblen und proaktiven Arbeitsweise aller beteiligter Unternehmen bedurfte. Unsicherheiten bezüglich der Kosten oder verschiedener Anpassungen während unserer einmonatigen Ferienabwesenheit wurden mit kurzen Telefonaten oder verständlichen Erklärungen aus dem Weg geräumt.

Resümierend: Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?

Absolut! Es liegt eine fordernde, vielschichtige und spannende Zeit hinter uns. Aber mit der Arbeit der beteiligten Unternehmen bin ich absolut zufrieden. Das Dach erfüllt die zwei wichtigsten Punkte: Der Geist des Hauses wurde nicht angekratzt und die Energieeffizienz liess sich um ein Vielfaches steigern. Damit wurden die Ansprüche beider Bauherren – dem charaktervollen Haus und seinen anspruchsvollen Bewohnern – voll und ganz erfüllt.