Aufstocken mit Holz

Immer mehr Menschen wohnen in der Schweiz. Damit steigt auch der Druck auf Landschaft und Infrastruktur. Die (raumplanerische) Lösung: Aufstocken mit Holz.

Mit Leichtigkeit Höhe gewinnen

Die bestehende Tragstruktur vermag es in der Regel ohne weiteres zu verkraften, wenn ein Haus um ein Stockwerk zulegt – sofern man Holz als Baumaterial wählt. Denn, im Gegensatz zu einer massiven Bauweise, belastet die neue Etage die bereits gebaute Struktur kaum. So kann Holz bei Aufstockungen die ganze Palette seiner weiteren Vorteile in die Waagschale werfen: Die rationelle Fertigung, welche den Holzbau preislich wettbewerbsfähig macht; eine enorm kurze Bauzeit, im Vergleich zum Massivbau; und auf Anhieb hervorragende Werte bezüglich der Energieeffizienz. Denn der Holzbau ist, mit seinen im Werk vorgefertigten mehrschichtigen Wandaufbauten und seiner Passgenauigkeit, führend in der Umsetzung der Zukunftsstandards Minergie und Minergie-P. Nicht unwichtig ist auch, dass im Holzrahmenbau eine optimale Relation von umbautem Raum und Nutzfläche resultiert: denn Tragkonstruktion und Wärmedämmung liegen auf einer Ebene.

Verkleiden nach Belieben

Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass das Naturprodukt Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, von Haus aus eine Menge Kohlendioxid bindet und nur mit minimaler grauer Energie, aus Transport und Verarbeitung, belastet ist. Dass Holz, unter ökologischem Aspekt betrachtet, das Umfeld weit hinter sich lässt, heisst im Übrigen nicht, dass die verwendeten Materialien von aussen erkennbar sein müssen. Selbstverständlich ist es möglich, die im Rahmenbau gefertigte Struktur, nach Belieben zu verkleiden – sei es, um damit das Neue vom Alten abzuheben oder es, umgekehrt, in seiner Erscheinung daran anzugleichen.

Dafür steht neben einer Holzschalung ein breites Spektrum bereit: entweder Klassisches, wie Verputz, Metall, Eternit, Stein oder Trendiges, wie Glas, Polykarbonat oder Fiberglas.