Zwei in einem: Dachsanierung und Solarstrom

Bei vielen «Beurteilungen von Dächern» ist davon auszugehen, dass die Dachziegel nicht mehr 25 Jahre halten werden. Also stellt sich die Frage, ob die Ziegel ersetzt werden sollen. Wer sich aber über den Ersatz der Ziegel Gedanken macht, sollte gleichzeitig über eine Sanierung des Unterdachs nachdenken. Und wer sein Unterdach ersetzt, sollte parallel auch nachisolieren. Und wer nachisoliert, kann durch eine Anmeldung beim «Gebäudeprogramm des Bundes» von Fördergeldern und langfristig tiefen Energiekosten profitieren. Das alles übrigens mit dem gleichen Gerüst und der gleichen Arbeitsvorbereitung. Fazit: Wer seine Dachsanierung auch noch mit einer neuen Solaranlage kombiniert und alles aus einer Hand bekommt, profitiert mehrfach: von weniger Aufwand, weniger Leerläufen, einfacher Koordination und einem guten Angebot in Bezug auf Preis und Qualität.

Schnittstelle zu Dachsanierung und Solaranlage

Die Kosten für Planung, Arbeitsvorbereitung, Gerüst und Absturzsicherung sind bei Dachsanierungen sowie bei kleinen und grossen Solaranlagen gleich hoch (Fixkosten). Dazu kommen die variablen Kosten (Anlagengrösse). Wenn also Dachsanierung und die Installation einer Photovoltaik-Anlage kombiniert werden können, entstehen spannende Synergien. Wenn sich die Bauherrschaft für eine Dachsanierung entscheidet, können mit einer Indach-Solaranlage die Ziegel ersetzt werden. Die ins Dach eingebaute Anlage schützt die Liegenschaft genau gleich wie andere zeitgemässe Dachabdeckungen. Mit der Variante der Indach-Anlage fallen die Kosten für beispielsweise neue Ziegel vollständig weg.

Ältere Dächer können Asbest enthalten

Asbesthaltiger Eternit und asbesthaltige Unterdächer sind vor 1990 regelmässig verbaut worden. Bei Ziegeldächern besteht zwar eine kleine Gefahr, Eternit-Dächer jedoch müssen unbedingt geprüft werden. Stösst man bei dieser Prüfung auf Asbest, werden die entsprechenden Elemente von Mitarbeitern einer spezialisierten Unternehmung mit Staubmaske und Vollmontur entfernt. Bei Dächern mit Asbest darf weder der Eigentümer noch eine nicht spezialisierte Unternehmung irgendeine bauliche Veränderung vornehmen. Wer Menschen wissentlich mit Asbest in Kontakt kommen lässt, macht sich aufgrund des erheblichen Risikos für die Gesundheit strafbar.

Dämmung – auch beim Dach ein spannendes Thema

Es gibt heute verschiedene Dämmungsarten: Mineralwolle, Glas- und Steinwolle sowie alle erdölhaltigen Produkte (Bauder, Swisspor, Gonon, XPS – umgangssprachlich als SAGEX bekannt). Spannende und bewährte Möglichkeiten sind Dämmungen aus Holzfasern und Celluloseflocken, also aus Altpapier. Neben dem primären Isolationseffekt spielen heute immer mehr auch Überlegungen, wie Raumklima, Tag-/Nachtausgleich, Speicherung von Wärme und Kälte sowie Schalldämmung, eine wichtige Rolle.

Sicherheitsvorkehrungen sind zwingend – und notwendig

Nach den aktuellen SUVA-Richtlinien dürfen Arbeiten mit einer temporären Absturzsicherung maximal zwei Manntage dauern. Alle längeren Arbeitseinsätze müssen mit einer Installation gesichert werden, die alle Personen schützt, welche das Dach betreten. Auch die Montage einer kleineren Solaranlage braucht über zwei Manntage und aus diesem Grund ein Gerüst. Zu beachten ist auch, dass weder Bauherr noch Architekt ein Dach ohne ein Gerüst beziehungsweise ohne Seil, Anseilgurt (auch Auffanggurt oder Gstältli genannt), geschweige denn ohne Ausbildung betreten dürfen.

Fazit: Sowohl bei Dachsanierungen als auch bei der Montage von jeglichen Solaranlagen braucht es immer ein Gerüst.